Monthly Archives:' October 2018

Roggwil bekommt eine liberale Stimme

Die FDP.Die Liberalen Thurgau wächst. In der Huusbraui in Roggwil wurde am Dienstagabend die neue Ortspartei FDP.Die Liberalen Roggwil-Freidorf aus der Taufe gehoben. Erster Präsident ist Daniel Eugster.

«Gespielt haben wir schon länger mit dem Gedanken.» Nun habe die Konstellation gepasst, betonte Initiant Daniel Eugster, der am Dienstagabend in der Huusbraui in Roggwil von den elf anwesenden Mitgliedern als erster Präsident der neu gegründeten FDP.Die Liberalen Roggwil-Freidorf gewählt wurde. Dem Vorstand gehören neben Daniel Eugster auch Ernst Scherrer (Vizepräsident), Philipp Juchli (Aktuar) und Marc Widler (Kassier) an. Die Rolle des Revisors wird August Rüegge übernehmen. «Gemeinsam weiterkommen». Die Ortspartei Roggwil-Freidorf wolle bewegen, nicht verwalten, macht Daniel Eugster klar. Für Nationalrat Hansjörg Brunner sind die Ortsparteien das wichtigste Glied in der politischen Kette. «Heute ist deshalb ein grosser Moment», freute sich der eidgenössische Parlamentarier in seinem Grusswort. Auch Kantonalpräsident David H. Bon gab seiner grossen Freude Ausdruck: «Es ist es sehr wichtig, dass dort Politik gemacht wird, wo die Menschen ihren Lebensmittelpunkt haben.» Eine Ortspartei sieht David H. Bon auch als Bewegung. Bezirkspräsident Adi Koch rief noch einmal in Erinnerung, dass die Liberalen schon vor Jahrzehnten die Fortschritte der Schweiz geprägt hätten. «Es gilt auch künftig, lokal verankert zu sein und global zu denken. So können wir auch in Zukunft in einer vernetzten Welt unsere Eigenständigkeit bewahren», betonte der Bezirkspräsident der FDP Arbon. Zum Gastort der Huusbraui Roggwil passend, pflegten die Gründungsmitglieder der FDP Roggwil-Egnach mit ihren Gästen aus der Bezirks- und Kantonalpartei sowie den benachbarten FDP-Ortsparteien Arbon und Egnach nach den ordentlichen Traktanden den Austausch unter Gleichgesinnten bei einem feinen Bier.

Klare Parolenfassungen: Zweimal Nein und einmal Ja

Mit überwältigendem Mehr sprachen sich die Mitglieder der FDP TG am Montagabend in der Garage Stahel AG in Amriswil gegen die Selbstbestimmungs- wie auch gegen die Hornkuhinitiative aus. Ebenso deutlich fassten die rund 70 Anwesenden die Ja-Parole zur Bekämpfung von Versicherungsbetrug. Die spannende Podiumsdiskussion zum Thema «Elektro-Mobilität» rundete die interessante Mitgliederversammlung ab.

Nach einer kurzen Einführung über die Inhalte der Volksinitiative «Schweizer Recht statt fremde Richter» von Maike Scherrer legten SVP-Nationalrätin Verena Herzog aus Frauenfeld und Jean-Philippe Kohl, Direktor a.i. Swissmem, die Gründe für respektive gegen die von der SVP lancierte Vorlage aus. Dass zunehmend internationales Recht die Lebensbereiche der Schweiz diktiere, Volksentscheide ausgehebelt würden und durch einen Bundesgerichtsentscheid von 2012 auch ein Wechsel der Rechtssprechungspraxis feststellbar sei, bezeichnete Verena Herzog als Hauptauslöser für die Selbstbestimmungsinitiative. «Wir müssen die Rechtsordnung wiederherstellen und die Bundesverfassung über die internationalen Verträge stellen», appellierte die SVP-Nationalrätin. Jean-Philippe Kohl bezeichnete die Selbstbestimmungsinitiative als Frontalangriff auf die Interessen der Exportwirtschaft. «Bei einer Annahme dieser Vorlage werden alle bestehenden und künftigen Wirtschaftsabkommen unter einem Dauervorbehalt stehen», gab der Vertreter der Schweizer Maschinen-, Elektro- und Metall-Industrie, welche landesweit rund 320’000 Arbeitnehmende und über 20’000 Lernende beschäftigt, neben vielen weiteren Argumenten zu verstehen. Die Anwesenden folgten mit 64 Nein- zu 4-Ja-Stimmen dem Wirtschaftsvertreter. Auf ebenso verlorenem Posten stand die Hornkuhinitiative. Mit 64-Nein zu 3-Ja-Stimmen bei einer Enthaltung sprachen sich die Mitglieder gegen die Subventionierung von Kühen mit Hörnern aus.

Dem Missbrauch von Versicherungsbetrügen gelte es die rote Karte zu zeigen und für die Überwachung von Verdachtsfällen im öffentlichen Raum die gesetzlichen Grundlagen zu schaffen, machte sich Gabriel Macedo für die Änderung des Bundesgesetzes über den allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG) stark. Mit 60 zu 6 Stimmen bei 2 Enthaltungen unterstützen die Mitglieder der FDP.Die Liberalen Thurgau die Möglichkeit der Observierung bei Verdacht auf Versicherungsbetrug.

Eigeninitiative statt Diktat

Die fortschrittliche Amriswiler Garage Stahel AG war der ideale Ort, um unter der Leitung von Maike Scherrer das Thema «E-Mobilität» vertieft zu diskutieren. Im Wissen, dass auch im Thurgau viel Potenzial vorhanden ist, hat Daniel Eugster vor zweieinhalb Jahren den Bericht «Chancen und Risiken der Elektromobilität im Kanton Thurgau» angefordert. Der Oberthurgauer Kantonsrat musste sich lange gedulden. «Elektromobilität entwickelt sich so oder so rasant, aber mit gezielten Massnahmen sehr viel schneller», ist Daniel Eugster überzeugt. Mit dem nun vorliegenden umfassenden Werk, welches den motorisierten Individualverkehr (MIV) und die batteriebezogenen Fahrzeuge in den Fokus stellt, ist der Antragsteller grossmehrheitlich zufrieden. Eine Ausweitung auf weitere Technologien hätte den Rahmen gesprengt. «Für weitere Entwicklungen wie etwa wasserstoffbetriebene Elektrofahrzeuge, speziell im Lastwagen- und Fernverkehr, müssen wir aber offen sein.» Daniel Eugster wünscht sich, dass der umfassende Grundlagenbericht nicht zum Papiertiger verkommt, sondern ein Steilpass für die Weiterentwicklung der E-Mobilität im Kanton Thurgau ist. «Aber mir müssen das selbst auf den Boden bringen. Dank dem Grundlagenbericht können wir agieren und mit gezielten Massnahmen Chancen nutzen und Risiken frühzeitig minimieren». Auch Nationalrat Hansjörg Brunner will sich die E-Mobilität nicht vom Staat diktieren und finanzieren lassen: «Wir müssen Lösungen ohne Einmischung des Staates finden.» Für Garagist Hansjörg Stahel ist es ganz wichtig, dass Politik, Wirtschaft und öffentliche Hand am gleichen Strick ziehen. Eine Kommission des Grossen Rates unter dem Vorsitz von Daniel Eugster wird nun den Bericht der Regierung aus verschiedenen Blickwinkeln durchleuchten und mögliche Wege aufzeigen.

Aktuelles aus Partei und Bundesbern

Parteipräsident David H. Bon richtete seinen Blick auf die kommenden Wahljahre. Die FDP Thurgau wolle wieder in den Ständerat, versicherte er. Offen sei aber, ob die FDP 2019 oder 2023 eine Ständeratskandidatur lanciere. Den Abschluss des reich befrachteten Abends bildete der «Kurzbericht aus Bern» von Hansjörg Brunner. Der Nationalrat berichtete über seine beiden Vorstösse «Interpellation Transparenz in der ElCom» und «SwissSkills in der Ostschweiz», seine Tätigkeiten als Kommissionssprecher der staatspolitischen Kommission sowie die aktuellen Geschäfte des eidgenössischen Parlamentes. Vor und nach der Versammlung und beim von der Garage Stahel AG offerierten Apéro nutzten die FDP-Mitglieder die Gelegenheit für den Austausch unter Gleichgesinnten.

 

Die Resultate der Parolenfassungen

«Selbstbestimmungs-Initiative»
JA: 4 NEIN: 64

 «Überwachung von Versicherten»
JA: 60
NEIN: 6 Enthaltungen: 2

«Hornkuhinitiative»

JA: 3 NEIN: 64 Enthaltungen: 1

 

Fortschrittlicher Gastgeber

Die Garage Stahel AG ist ein Vorzeigebetrieb. Und dies nicht nur, wenn es um moderne Technologien geht. Ebenso beeindruckend ist die lange Familientradition. 1959 von Theo Stahel gegründet, wird der Traditionsbetrieb heute in der zweiten Generation geführt. In Kürze wird die dritte Generation die Verantwortung für das innovative Unternehmen übernehmen. An den vier Standorten in Amriswil, Kreuzlingen, Oberaach und Weinfelden haben 52 Mitarbeitende ihren Arbeit

Ostschweizer Unterstützung für Karin Keller-Sutter

Über 300 Freisinnige nominierten Ständeratspräsidentin Karin Keller-Sutter einstimmig für den Bundesrat. Grussbotschaften überbrachten die St.Galler Regierung mit Regierungspräsident Stefan Kölliker (SVP) und Regierungsrat Marc Mächler (FDP) sowie die Wiler Stadtpräsidentin Susanne Hartmann (CVP). Die Forderung war klar: Die Ostschweiz muss wieder im Bundesrat vertreten sein.
Über 300 Freisinnige begrüsste Ortsparteipräsident Claudio Altwegg zu Beginn der Nominationsversammlung. Im Publikum befanden sich neben den Delegierten und Mitgliedern der FDP Kanton St.Gallen auch die Präsidien der FDP Kanton Thurgau und der FDP Kanton Appenzell-Ausserrhoden sowie Regierungs- und Nationalräte aus allen drei Kantonen. 

Breite Ostschweizer Unterstützung für Karin Keller-Sutter: Raphael Frei (Kantonalpräsident FDP SG), Monika Bodenmann (Kantonalpräsidentin FDP AR), David H. Bon (Kantonalpräsident FDP TG).

 

Unter Freunden den Austausch pflegen

er im März dieses Jahres in Münchwilen erstmals durchgeführte Anlass «Mit Freude politisieren – Unter Freunden den Austausch pflegen» ist sehr gut angekommen. Wir werden die Diskussionsrunde mit unserem Nationalrat und weiteren Amtsträgerinnen und Amtsträgern deshalb in verschiedenen Regionen wiederholen.
Gerne laden wir Sie am 7. November 2018 zur Zweitauflage in Egnach ein. Lernen Sie unsere prominenten FDP-Politikerinnen und Politiker von einer anderen Seite kennen und erfahren Sie, wie es gelingt, über Jahre mit Freude zu politisieren und den Balanceakt im Alltag mit Beruf und Familie zu meistern. Dazu verraten unsere Podiumsteilnehmenden, wie und mit welchem Hobby sie den Ausgleich finden, welche Herausforderungen sie besonders bewegen oder weshalb sie sich für die Werte «Freiheit, Fortschritt, Gemeinsinn» einsetzen.

Weitere Informationen: 20181107 Unter Freunden Einladung

 

Mitgliederversammlung vom 22. Oktober 2018

Unsere Mitgliederversammlung vom 22. Oktober 2018 bei der Garage Stahel AG, Im Vorland 6, 8580 Amriswil (ab 18.30 Uhr) bietet eine reich befrachtete Traktandenliste. 

Wir werden an diesem Abend die Parolen für die Abstimmungsvorlagen vom 25. November 2018 fassen und uns mit dem Thema «Chancen der Elektromobilität für den Kanton Thurgau» befassen. Wir freuen uns auf ein reges Interesse. 

20181022_MV in Amriswil Einladung